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Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen Deutschlands, der drittgrößte in Europa (nach den Häfen Rotterdams und Antwerpens) und gehört als zweitgrößter Containerhafen Europas zu den neun größten Containerhäfen der Erde. 2007 wurden 9,9 Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Als Umschlagplatz für Rohkaffee ist seine Position an der Spitze sogar weltweit unbestritten.
Trotz der Entfernung von etwa 110 km von der Mündung der Elbe in die Nordsee, gilt der Hamburger Hafen dennoch als Seehafen.
Um auch großen Schiffen die Passage in den Hafen zu ermöglichen, sind Baggerschiffe regelmäßig zur Elbvertiefung im Einsatz, um eine dauerhafte Wassertiefe von 13 Metern zu gewährleisten. Trotzdem können die größten Containerschiffe den Hafen entweder gar nicht, nicht ganz vollbeladen oder nur bei Flut anlaufen, weswegen immer wieder diskutiert wird, Teile der Niederelbe, die nicht tief genug sind, noch weiter auszubaggern. Kritiker sehen hier den Hochwasserschutz gefährdet. Der Hamburger Hafen ist ein Tidehafen, in dem Ebbe und Flut herrschen, und eine vertiefte Elbe würde einen größeren Wasserstrom zulassen. Bei hoch auflaufenden Sturmfluten wären dann nicht nur der Hafen, sondern auch die Innenstadt und die Elbmarschen gefährdet.
Ein großer Vorteil für die Lage des Hafens ist, dass die sich die im Hamburger Hafens angelandeten Güter schon relativ weit im Landesinneren im Zentrum einer gut ausgebauten Infrastruktur befinden. Die niedrigen Transportkosten im Schiffsverkehr werden so gut ausgenutzt und die Güter können schnell weitertransportiert werden.
Ein Teil des Hafens ist der Freihafen. Dieses Areal wird zollrechtlich als Freizone und damit als nicht zur EU gehörig behandelt. Per Schiff angelieferte Waren müssen dort zunächst nicht verzollt werden, sondern können den Hafen – ggf. veredelt – auch unverzollt wieder verlassen. Erst bei der tatsächlichen Einfuhr sind die Zollformalitäten abzuwickeln. Aus diesem Grund ist das Gebiet des Freihafens umzäunt und hat an allen Ein- und Ausfahrten Zollkontrollstellen, die insbesondere für den Lkw-Verkehr zuständig sind. Zollrechtlich gleichgestellt sind aber auch die Seezollhäfen wie Hamburgs modernster Container-Terminal, Altenwerder, der außerhalb des Freihafens liegt.
Seitens der Container-Terminal-Betreiber und des Zolls selbst wird auf eine Aufhebung des Freihafens gedrängt, weil dessen Kontrollstellen u. a. den Verkehr erheblich behindern. Dagegen stellen sich eine Reihe von Stückgutgewerbe-Betriebe, die zumindest ein Teilgebiet des bisherigen Freihafens in diesem Status erhalten wollen.
1966 wurde erstmalig ein Container im Hamburger Hafen gelöscht, und zwar am Burchardkai in Waltershof. Der Anteil der mit Containern transportierten Waren wuchs in den folgenden Jahren rasant, der Stückgutumschlag in Säcken, Fässern und Kisten ging kontinuierlich zurück. Es entstanden hochspezialisierte neue Formen des Güterumschlags, die Containerterminals, deren Containerbrücken das schiffseigene Ladegeschirr überflüssig machten. Die ersten dieser Containerbrücken wurden 1968 am HHLA-Container-Terminal Burchardkai installiert. Sie fertigten im Mai 1968 mit der American Lancer (United States Line) das erste Vollcontainerschiff im Hafengebiet an. Weitere Anlagen entstanden elbabwärts des Kernhafens in Steinwerder (Schuppen 90/91) und am Eurokai. 2002 kam in Altenwerder das HHLA-Containerterminal Altenwerder (CTA) hinzu, das mit seiner weitgehenden Automatisation als das modernste der Welt gilt.
Mittlerweile macht der Hamburger Hafen den größten Teil seines Umsatzes mit dem Containerumschlag (9,89 Mio. Standardcontainer in 2007). Ungefähr zwei Drittel davon bewältigen die drei Terminals der Firma Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), einen weiteren großen Teil die Anlage der Bremer Firma Eurogate GmbH & Co. KGaA.
Zur Geschichte des Hamburger Hafens gibt es eine große Abteilung im Museum für Hamburgische Geschichte. Ferner sind über das Gebiet entlang der Elbe einige Erinnerungsstücke zu besichtigen:
Die Cap San Diego an der Überseebrücke ist ein Stückgutfrachter, der besichtigt werden kann.
Die Rickmer Rickmers ist eine stählerne Viermastbark an den Hamburger Landungsbrücken.
Im Museumshafen Oevelgönne liegen etliche Ewer, ein Schwimmkran und häufig auch ein Feuerschiff und der Dampfeisbrecher Stettin.
Der älteste Kran Hamburgs steht an der Mündung des Nikolaifleetes, weitere Krane des Museums der Arbeit stehen an der Großen Elbstraße.
Auf dem Kleinen Grasbrook wird zurzeit beim Schuppen 50, einem historischen Schuppenkomplex aus der Kaiserzeit, ein neuer Museumshafen eingerichtet. Im Januar 2007 wurde der Frachter Bleichen, ehemals Old Lady, überführt, der künftig durch Jugendarbeit hergerichtet werden soll.
An wechselden Standorten im Hamburger Hafen , z.Zt. an der Hafencity, Kajen/Hohe Brücke, in der nähe der U-Bahnstation Baumwall, befindet sich die Flussschifferkirche. Sie gilt als einzige schwimmende Kirche in Deutschland.
Quelle und weiterlesen
bei http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Hafen
Trotz der Entfernung von etwa 110 km von der Mündung der Elbe in die Nordsee, gilt der Hamburger Hafen dennoch als Seehafen.
Um auch großen Schiffen die Passage in den Hafen zu ermöglichen, sind Baggerschiffe regelmäßig zur Elbvertiefung im Einsatz, um eine dauerhafte Wassertiefe von 13 Metern zu gewährleisten. Trotzdem können die größten Containerschiffe den Hafen entweder gar nicht, nicht ganz vollbeladen oder nur bei Flut anlaufen, weswegen immer wieder diskutiert wird, Teile der Niederelbe, die nicht tief genug sind, noch weiter auszubaggern. Kritiker sehen hier den Hochwasserschutz gefährdet. Der Hamburger Hafen ist ein Tidehafen, in dem Ebbe und Flut herrschen, und eine vertiefte Elbe würde einen größeren Wasserstrom zulassen. Bei hoch auflaufenden Sturmfluten wären dann nicht nur der Hafen, sondern auch die Innenstadt und die Elbmarschen gefährdet.
Ein großer Vorteil für die Lage des Hafens ist, dass die sich die im Hamburger Hafens angelandeten Güter schon relativ weit im Landesinneren im Zentrum einer gut ausgebauten Infrastruktur befinden. Die niedrigen Transportkosten im Schiffsverkehr werden so gut ausgenutzt und die Güter können schnell weitertransportiert werden.
Ein Teil des Hafens ist der Freihafen. Dieses Areal wird zollrechtlich als Freizone und damit als nicht zur EU gehörig behandelt. Per Schiff angelieferte Waren müssen dort zunächst nicht verzollt werden, sondern können den Hafen – ggf. veredelt – auch unverzollt wieder verlassen. Erst bei der tatsächlichen Einfuhr sind die Zollformalitäten abzuwickeln. Aus diesem Grund ist das Gebiet des Freihafens umzäunt und hat an allen Ein- und Ausfahrten Zollkontrollstellen, die insbesondere für den Lkw-Verkehr zuständig sind. Zollrechtlich gleichgestellt sind aber auch die Seezollhäfen wie Hamburgs modernster Container-Terminal, Altenwerder, der außerhalb des Freihafens liegt.
Seitens der Container-Terminal-Betreiber und des Zolls selbst wird auf eine Aufhebung des Freihafens gedrängt, weil dessen Kontrollstellen u. a. den Verkehr erheblich behindern. Dagegen stellen sich eine Reihe von Stückgutgewerbe-Betriebe, die zumindest ein Teilgebiet des bisherigen Freihafens in diesem Status erhalten wollen.
1966 wurde erstmalig ein Container im Hamburger Hafen gelöscht, und zwar am Burchardkai in Waltershof. Der Anteil der mit Containern transportierten Waren wuchs in den folgenden Jahren rasant, der Stückgutumschlag in Säcken, Fässern und Kisten ging kontinuierlich zurück. Es entstanden hochspezialisierte neue Formen des Güterumschlags, die Containerterminals, deren Containerbrücken das schiffseigene Ladegeschirr überflüssig machten. Die ersten dieser Containerbrücken wurden 1968 am HHLA-Container-Terminal Burchardkai installiert. Sie fertigten im Mai 1968 mit der American Lancer (United States Line) das erste Vollcontainerschiff im Hafengebiet an. Weitere Anlagen entstanden elbabwärts des Kernhafens in Steinwerder (Schuppen 90/91) und am Eurokai. 2002 kam in Altenwerder das HHLA-Containerterminal Altenwerder (CTA) hinzu, das mit seiner weitgehenden Automatisation als das modernste der Welt gilt.
Mittlerweile macht der Hamburger Hafen den größten Teil seines Umsatzes mit dem Containerumschlag (9,89 Mio. Standardcontainer in 2007). Ungefähr zwei Drittel davon bewältigen die drei Terminals der Firma Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), einen weiteren großen Teil die Anlage der Bremer Firma Eurogate GmbH & Co. KGaA.
Zur Geschichte des Hamburger Hafens gibt es eine große Abteilung im Museum für Hamburgische Geschichte. Ferner sind über das Gebiet entlang der Elbe einige Erinnerungsstücke zu besichtigen:
Die Cap San Diego an der Überseebrücke ist ein Stückgutfrachter, der besichtigt werden kann.
Die Rickmer Rickmers ist eine stählerne Viermastbark an den Hamburger Landungsbrücken.
Im Museumshafen Oevelgönne liegen etliche Ewer, ein Schwimmkran und häufig auch ein Feuerschiff und der Dampfeisbrecher Stettin.
Der älteste Kran Hamburgs steht an der Mündung des Nikolaifleetes, weitere Krane des Museums der Arbeit stehen an der Großen Elbstraße.
Auf dem Kleinen Grasbrook wird zurzeit beim Schuppen 50, einem historischen Schuppenkomplex aus der Kaiserzeit, ein neuer Museumshafen eingerichtet. Im Januar 2007 wurde der Frachter Bleichen, ehemals Old Lady, überführt, der künftig durch Jugendarbeit hergerichtet werden soll.
An wechselden Standorten im Hamburger Hafen , z.Zt. an der Hafencity, Kajen/Hohe Brücke, in der nähe der U-Bahnstation Baumwall, befindet sich die Flussschifferkirche. Sie gilt als einzige schwimmende Kirche in Deutschland.
Quelle und weiterlesen
bei http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Hafen
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