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Das Chilehaus ist ein zehnstöckiges Kontorhaus im Hamburger Kontorhausviertel, das beispielgebend für den Backsteinexpressionismus der 1920er Jahre war, der von Backsteingotik und Expressionismus inspiriert war.
Der gewaltige Baukörper überspannt eine Straße, die Fischertwiete. Berühmt wurde das Gebäude durch seine Spitze, die an einen Schiffsbug erinnert und an der die Fassaden an den Straßen Pumpen und Niedernstraße spitz zusammenlaufen. Den besten Blick auf die Spitze hat man von Osten. Durch eine starke vertikale Gliederung und die zurückgesetzten oberen Stockwerke wird – zusammen mit der geschwungenen Fassade an den Pumpen – trotz der Größe ein Eindruck von Leichtigkeit vermittelt.
Der Bau wurde von dem Hamburger Architekten Fritz Höger entworfen und 1922–1924 ausgeführt. Bauherr war der Reeder Henry B. Sloman, der sein Vermögen durch den Handel mit Salpeter aus Chile erworben hatte, so erklärt sich auch der Name „Chilehaus“. Am keramischen Wandschmuck der Fassade und der Treppenhäuser war der Bildhauer Richard Kuöhl maßgeblich beteiligt. Die Baukosten konnten – bedingt durch die Inflation und die anschließende Währungsumstellung – bei der Fertigstellung 1924 nur geschätzt werden, und zwar auf rund 10 Millionen Reichsmark.
Der Bau grenzt im Süden an den Meßberg, einen ehemaligen Gemüsemarkt. Die Speicherstadt liegt in unmittelbarer Nähe. Im Gebäude ließen sich viele kleine Import- und Exportfirmen nieder, die jeweils nur wenige Räume benötigten, um ihrem Gewerbe nachgehen zu können.
Bereits vor dem großen Brand von 1842 bestand in der südlichen Altstadt ein Wohngebiet, das mit schmalen, tiefen Bauparzellen noch eine mittelalterliche Struktur besaß. Als eines der großen Hamburger Gängeviertel wurde das Gebiet infolge der Choleraepidemie von 1892 neu gegliedert. Die Sanierung dieses Gebiets wurde maßgeblich von dem Hamburger Oberbaudirektor Fritz Schumacher beeinflusst, weitere Kontorhäuser entstanden hier ebenfalls als reine Klinkerbauten, beispielsweise der Sprinkenhof.
Quelle und weiterlesen
bei http://de.wikipedia.org/wiki/Chilehaus
Der gewaltige Baukörper überspannt eine Straße, die Fischertwiete. Berühmt wurde das Gebäude durch seine Spitze, die an einen Schiffsbug erinnert und an der die Fassaden an den Straßen Pumpen und Niedernstraße spitz zusammenlaufen. Den besten Blick auf die Spitze hat man von Osten. Durch eine starke vertikale Gliederung und die zurückgesetzten oberen Stockwerke wird – zusammen mit der geschwungenen Fassade an den Pumpen – trotz der Größe ein Eindruck von Leichtigkeit vermittelt.
Der Bau wurde von dem Hamburger Architekten Fritz Höger entworfen und 1922–1924 ausgeführt. Bauherr war der Reeder Henry B. Sloman, der sein Vermögen durch den Handel mit Salpeter aus Chile erworben hatte, so erklärt sich auch der Name „Chilehaus“. Am keramischen Wandschmuck der Fassade und der Treppenhäuser war der Bildhauer Richard Kuöhl maßgeblich beteiligt. Die Baukosten konnten – bedingt durch die Inflation und die anschließende Währungsumstellung – bei der Fertigstellung 1924 nur geschätzt werden, und zwar auf rund 10 Millionen Reichsmark.
Der Bau grenzt im Süden an den Meßberg, einen ehemaligen Gemüsemarkt. Die Speicherstadt liegt in unmittelbarer Nähe. Im Gebäude ließen sich viele kleine Import- und Exportfirmen nieder, die jeweils nur wenige Räume benötigten, um ihrem Gewerbe nachgehen zu können.
Bereits vor dem großen Brand von 1842 bestand in der südlichen Altstadt ein Wohngebiet, das mit schmalen, tiefen Bauparzellen noch eine mittelalterliche Struktur besaß. Als eines der großen Hamburger Gängeviertel wurde das Gebiet infolge der Choleraepidemie von 1892 neu gegliedert. Die Sanierung dieses Gebiets wurde maßgeblich von dem Hamburger Oberbaudirektor Fritz Schumacher beeinflusst, weitere Kontorhäuser entstanden hier ebenfalls als reine Klinkerbauten, beispielsweise der Sprinkenhof.
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bei http://de.wikipedia.org/wiki/Chilehaus
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