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Altenwerder ist ein Stadtteil von Hamburg im Bezirk Harburg. Er ist dem Ortsamtsbereich Suederelbe zugeordnet.

Altenwerder hat keine Einwohner mehr. Als Konsequenz aus der Verabschiedung des Gesetzes zur Hafenerweiterung kaufte die Stadt Hamburg seit ca. 1960 Grundstuecke auf und siedelte die Anwohner um. Zwischen 1973 und 1978 wurde eine Enteignung angekuendigt, weshalb sich viele Menschen teilweise mit Entschaedigung zum Umzug bewegen liessen. 1998 verliessen die letzten Bewohner Altenwerder. Nur die Altenwerder Kirche ist noch uebrig geblieben, sie gehoert heute zur Kirchengemeinde Hausbruch. Die Gertrudenkirche geniesst Bestandsschutz bis 2025.

Erst 2003 wurde das lang geplante Containerterminal Altenwerder tatsaechlich in Betrieb genommen.

Noerdlich von Altenwerder liegt der Stadtteil Waltershof (Bezirk Hamburg-Mitte), oestlich Wilhelmsburg, suedlich Moorburg und westlich Francop

Die Insel Altenwerder wurde 1248 durch die Allerkindleinsflut von der eingedeichten damaligen Elbinsel Gorieswerder getrennt. Die aeltesten erhaltenen Schriftstuecke, die das Dorf Altenwerder (Oldenwerdere) erwaehnen, tragen kein Datum, wurden von Historikern aber in die Zeit um 1250 datiert. Da durch eine Reihe von Sturmfluten, darunter besonders die Caecilienflut, Teile des Landes unbewohnbar geworden waren, wurde Altenwerder auf Grund eines Vertrages vom 27. Februar 1418 durch die beiden Landesherren des Erzbischofs von Bremen und der Herzoege von Braunschweig und Lueneburg neu eingedeicht.

Im 15. Jahrhundert wurde die Elbinsel von sechzehn Hoefnern allein bewirtschaftet. Urkundlich belegt ist, dass Altenwerder schon um das Jahr 1436 eine eigene Kirche besessen hat, 1468 findet das Kirchspiel Altenwerder erste Erwaehnung, ein Kirchenneubau erfolgte 1659.

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Ansiedlung von Koethnern zugelassen, die den Hoefnern fuer die Nutzung des Bodens zahlen mussten und gegen Tagelohn auch fuer Reparaturen und Bauarbeiten an der etwa 6 km langen Deichstrecke zur Verfuegung standen. Durch Erbteilung und Landzukauf entstand eine vielschichtige Struktur vom eigenstaendigen Vollhoefner bis zu Klein-Koethnern, die sich aus der Landwirtschaft allein nicht mehr ernaehren konnten. Die Haeuser der Hoefner wurden im Stil des reetgedeckten Niedersachsenhauses erbaut, welches auch die Ausgangsform anderer Haeuser im Ort war.

Der Deich teilte das Land in Binnen- und Aussendeichsland. Binnendeichs lagen Gemuese-, Obst- und Ackerland, aussendeichs Wiesen und Weiden. Die Deichkappe wurde zu einer breiten Fahrstrasse erweitert. Der erhoehte Baugrund an den Deichen bot sich als guenstiger Platz fuer den Bau der Haeuser an. Auf der schmalen Insel Altenwerder war der Norderdeich der Hausdeich. Die Einzelbesitzungen erstreckten sich von dort bis zum Suederdeich. Neuere Haeuser wurden auch an die Aussenseite des Deiches gebaut oder weiter aussendeichs auf einer Wurt, sie waren dadurch jedoch staerker durch Sturmfluten gefaehrdet. Das Innere der Insel wurde durch Querstrassen (Querweg) erschlossen.

Dokumente des Amts Harburg aus dem Jahr 1678 erwaehnen in der Vogtey Altenwerder zwei Vollhoefner, fuenf Halbhoefner, neun Kohter und neun Brincksitzer. Um 1756 werden in Altenwerder neben 15 Vollhoefnern und 2 Halbhoefnern bereits 69 Koethner benannt.

Ein Kirchenneubau aus dem Jahr 1769 wurde bei einer sehr schweren Sturmflut 1825 stark beschaedigt. Wiedermals wurde ein Kirchenneubau geschaffen und 1831 eingeweiht. Der Neubau besass keinen Glockenturm; die Glocken wurden in einem hoelzernen Glockenstuhl vor der Kirche untergebracht. Der Bau des Glockenturmes erfolgte erst 1895.

Im Jahr 1910 wurde die gesamte Grundflaeche Altenwerders zu 825 ha ermittelt, davon 110 ha Ackerflaeche, 521 ha Weide und 194 ha Oedland.

Als Nahversorger fuer die Stadt Hamburg lebten die Bewohner Altenwerders von Gemueseanbau, Milchwirtschaft, Fischerei und Handwerk. Seit dem 19. Jahrhundert wurde vermehrt Obstanbau betrieben. Mit der allmaehlichen Umwandlung der Inseln in Hafen- und Industriegebiete im 20. Jahrhundert entstanden den Inselbewohnern neue Erwerbsmoeglichkeiten. Die urtuemliche Landschaft und das abgeschlossene Inselleben ging im gleichen Zuge verloren.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche am 8. April 1945 bei einem der letzten Luftangriffe durch eine Luftmine stark beschaedigt. Sie wurde unter der engagierten Leitung von Bauinspektor Andeus Bless wieder restauriert und im Herbst 1948 als eine der ersten Kirchen im hamburgischen Raum wieder eingeweiht. Die Kirche steht heute nahe der Autobahn A7 und ist das einzig verbliebene Gebaeude des ehemaligen Dorfes Altenwerder.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Altenwerder

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